Bericht: „Go vegan!“ 2015

9. März 2015 • Aktionsberichte, AllgemeinKeine Kommentare

Am Wochenende vom 27.02. bis zum 1.03.2015 trafen sich in Bonn 12 Menschen, die sich über vegane Lebensweisen austauschen wollten und deshalb den Workshop „Go vegan!“ besuchten. Bunt gemischt, was sowohl Ernährungsweise als auch Alter anging, kam diese Gruppe schnell ins diskutieren und wunderbar miteinander aus.

P1050931_v1Nach dem Kennenlernen klärten wir zunächst die Erwartungen: Was wollt ihr nach diesem Wochenende mitnehmen? Na, leckere Rezepte! Also nichts wie ab an den Herd und eine leckere vegane Paella á la Marion gezaubert. Gesättigt konnten wir uns der Frage widmen, was eigentlich die Gründe für eine vegane Ernährung sind. Hauptaugenmerk lag dabei auf den beiden großen Themen Massentierhaltung und Klimawandel, die viele Menschen zu einer veganen Ernährungsweise bewegen.

 

Am Samstag machten wir vormittags eine Stadtführung mit Rhea. Zu den Themen Fisch, Schokolade und Textilien konnten wir anhand kleiner Spiele Produktionsbedingungen und Handlungsalternativen erarbeiten und gleichzeitig die Stadt Bonn ein wenig kennenlernen.

Wieder zurück in der Küche gab’s zur Stärkung eins der Lieblingsgerichte des Wochenendes: vegane Gyrostaschen – aus Seitan, lecker gewürzt, mit Salat, Tzaziki, Remoulade – was will mensch mehr? Pappsatt ging es aber bald wieder in die Küche, denn schließlich war es ein Koch- und Backworkshop. Den saftigen Schokokuchen, die Donauwelle, die Nougatpralinen und das Rosmarinbaguette hoben wir uns aber für die Pause nach dem nächsten inhaltlichen Programmpunkt auf: Theresia aus dem BUNDjugend-Vorstand, eine Ernährungswissenschaftlerin, erklärte uns, welche Nährstoffe der Mensch eigentlich in welcher Menge braucht und mit welchen veganen Lebensmitteln dieser Bedarf zu decken ist. Sie beantwortete auch alle aufkommenden Fragen nach Nahrungsergänzung und Mythen, die es in der gesundheitsbewussten Ernährung so allerhand gibt.

Ein paar lustige Gruppenspiele später P1050971_v1fanden sich dann doch alle satten Menschen in der Küche wieder, um herauszufinden: wie schmeckt mir vegane Lasagne besser – mit oder ohne Ersatzprodukte? Zu diesem Zwecke bastelten wir eine Linsenlasagne mit Hefeschmelz und eine Lasagne mit Sojaschnetzeln als Bolognese und fertigem Käseersatz oben drauf. Am festlich gedeckten Tisch konnten wir sie dann probieren. Die Bewertung fiel sehr unterschiedlich aus, lecker fanden es alle, aber die Ersatzproduktelasagne schmeckte manchen schon fast zu echt 😉 Die Mousse au chocolat und den Kirschschaum, die die Nachtischtruppe gerührt hatte, passte bei kaum noch jemandem in den Magen.

Der Sonntag bot uns dann nochmal die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand zu schauen: in der Visionswerkstatt beschäftigten wir uns mit Bewegungen im Ernährungsbereich und auch wissenschaftlichen Entwicklungen, die die Art und Weise wie wir konsumieren, verändern könnte. Von bio-veganer Landwirtschaft über foodsharing, essbare Waldgärten, Insekten als Eiweißquelle bis zu Fleisch aus dem Labor hörten wir von einigen neuen und teils unerwarteten Projekten.

Ein letztes Mal wurde der Kochlöffel geschwungen, um Brotaufstriche herzustellen: veganes Mett, Rote-Beete-Meerrettich-Aufstrich, Tomate-Basilikum, vegane Leberwurst und Hoummus gab es zu genießen.

P1050950_v1In einer Abschlussrunde zeigten sich alle rundum zufrieden und auch willens, ein paar Kleinigkeiten des Kennengelernten im Alltag umzusetzen, zum Beispiel ab und und an das Lieblingsgericht eben nicht mit Fleisch, sondern in vegan zuzubereiten. Einziges Manko des Wochenendes: nicht genug „fressfreie Zeit“ 😉 Der Abschluss konnte dann nochmal mit einem übervoll mit Resten beladenen Mittagsessenstisch gebührend gefeiert werden, und was dann noch übrig blieb wurde in Gläser oder Dosen gefüllt und trat gemeinsam mit den satten und zufriedenen Teilnehmenden den Heimweg an.

Fotos vom Workshop-Wochenende findet ihr [hier].

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